Nicht vergessen: Bald finden zwei Termine zur „Vorglühen“ Lesetour mit Rasmus Engler und Jan Müller statt. Karten sind für beide Termine erhältlich!

06. September 2022
Berlin Pfefferberg Theater (mit Ilona Hartmann)
Tickets

10. September 2022
Hamburg Elbphilharmonie Kleiner Saal (mit Swutscher & Robert Stadlober)
Tickets

Das Buch "Vorglühen" von Rasmus Engler und Jan Müller

In Augsburg lief es nicht ganz so wie erwartet. Die Band hat nichts falsch gemacht, aber das Drumherum ging etwas schief. Ich habe aber keine Lust nochmal negativ über den Abend zu schreiben. Das Leben ist zu kurz für schlechte Laune und wir alle brauchen positive Vibes. Deshalb werde ich den Beitrag anders nutzen. Es wird nur ein paar Fotos aus Augsburg geben und ich gehe mal auf ein ganz anderes Thema ein.

Tocotronic Fans

Ich möchte euch mal sagen, was für ein geiles Publikum Tocotronic hat. Ja, ich bin selbst Teil davon und Eigenlob stinkt, aber was ich meine: Ich habe bis jetzt nur coole Leute bei den Konzerten getroffen. Ich bin immer wieder beeindruckt, wie schnell man unter den Tocotronic Fans mit fremden Leuten ins Gespräch kommt und wie gut sich alle miteinander verstehen. Egal, in welcher Stadt. Selbst die großen Altersunterschiede spielen keine Rolle. Da sind einige Leute in meinem Alter und viele Leute, die schon um die 30 Jahre älter sind und trotzdem haben wir alle richtig viel Spaß zusammen. Im Moshpit wird immer aufeinander aufgepasst. Teilweise haben Leute schon ihre Schuhe zugebunden mitten im Pogopit und werden kurz von 2-3 anderen Leuten beschützt. Wenn Kinder irgendwo am Rand stehen, wird immer Rücksicht genommen. Leute haben beim Tanzen schon ihre AirPods, Smartphones oder sonst was aus den Taschen verloren. Die Sachen werden aufgehoben und der Besitzer wird schnell gesucht. Es ist so ein geiles friedliches Miteinander. Das macht die Konzerte zu etwas besonderen und alle gehen mit guter Laune nach Hause, weil wir zusammen einen schönen Abend erlebt haben.

Glaubt mir, ich besuche auch viele andere Konzerte und das ist nicht immer so schön wie bei Tocotronic. Wahrscheinlich liegt es auch daran, dass man bei Tocotronic zwar mal ein paar Bier trinkt, aber es sind keine Saufkonzerte bei denen man sich komplett aus dem Leben kickt. Wenn nicht so viel Alkohol im Spiel ist, ist das Aggressionslevel auch nicht so hoch… aber Toco-Fans sind sowieso chillig. Keine Streitigkeiten, kein Ausgrenzen, kein respektloses Verhalten gegenüber der Vorband/Band, kein Pöbeln…

Auf jeden Fall DANKE an alle Fans, die immer so großartig miteinander Party machen! ❤️

Hier noch ein paar Fotos aus Augsburg:

Nichtseattle in Augsburg
Tocotronic in Augsburg
Tocotronic in Augsburg
Tocotronic in Augsburg

Der Samstag startete chaotisch. Wir sind viel zu spät aufgestanden und auf der A9 nach Leipzig war Stau. Deshalb kamen wir recht spät in Leipzig an und konnten unsere geplanten Dinge gar nicht machen. Vor dem Konzert haben wir noch schnell was gegessen und dann ging es schon zum Felsenkeller Leipzig.

Felsenkeller Leipzig Innenraum

Schönes Gebäude. Die Leute am Einlass und bei der Getränkeausgabe waren alle sehr nett. Nichtseattle haben das Konzert dann begonnen. Diesmal mit Band. Der Saal war zu dem Zeitpunkt schon sehr gut gefüllt. Das Konzert war ausverkauft. Mit Band haben die Songs noch mehr Ausdruckskraft und mehr Energie. Nichtseattle haben an dem Abend auch ordentlich Applaus bekommen für ihre Show. Danach folgte die übliche Umbauphase.

Um 21 Uhr kamen Tocotronic dann pünktlich auf die Bühne. Nach dem Intro, der Begrüßung und dem ersten Song „Nie wieder Krieg“ fing das Publikum dann langsam an mitzutanzen. „Komm mit in meine freie Welt“ und „Jugend ohne Gott gegen Faschismus“ bringen nach und nach immer Stimmung in die Hallen. Vorne ging es wieder ordentlich ab im Moshpit. Mir ist jetzt nach den ganzen Konzerten aufgefallen, dass es im Osten von Deutschland im Pogo-Kreis immer deutlich wilder ist als im Süden. Jena war auch schon sehr wild. Das gefällt mir sehr gut!

Tocotronic im Felsenkeller Leipzig

Wir hatten alle viel Spaß. Nach kurzer Zeit wurde es in der Halle sehr heiß. Ich habe später beim Rausgehen gehört, dass sich einige über eine fehlende Lüftungsanlage unterhalten haben. Ich glaube, der Felsenkeller Leipzig hat eine Belüftung. Vorne war ein kühler Luftstrom zu spüren bei den ruhigeren Songs. Vielleicht kam weiter hinten nichts von der Luft an?

Nach einigen wilden Songs waren wir trotz Belüftung richtig nassgeschwitzt vom Rumspringen. Ich bin dann vorne wieder zur ersten Reihe, wo mein Getränk war, aber das wurde wohl beim Herumspringen umgeworfen. Sowas passiert halt manchmal. Als ich wieder ein paar Reihen hinter wollte zum Moshpit hat einer der Security-Leute den anderen Fans in der ersten Reihe eine Wasserflasche für mich gegeben. Was für ein cooler Typ! Er hat die Situation so schnell erkannt und mir direkt geholfen. Mega nett! Die 0,5 Liter Flasche habe ich direkt weggeext. Später wurden noch weitere Wasserflaschen im Publikum verteilt. Riesenlob an den Felsenkeller Leipzig! Das ist bei Konzerten nicht selbstverständlich, macht es aber bei so vollen Hallen, wo man nicht mal schnell neue Getränke kaufen kann, deutlich angenehmer.

Tocotronic im Felsenkeller Leipzig

Mein Lieblingssong war an dem Abend „Let there be rock“. Nach dem Konzert haben meine Leute schon im Auto gewartet. Ich konnte aber unmöglich so ins Auto steigen. Meine Kleidung war komplett nass. Richtig nass. Als wäre sie gerade aus der Waschmaschine gekommen… nur so frisch wie aus der Waschmaschine hat es nicht gerochen. 😀 Zum Glück war Wechselkleidung im Auto, sonst hätte ich mich bis zum Hotel in den Kofferraum legen müssen. Also habe ich meine Kleidung mitten in Leipzig auf einer Hauptstraße komplett gewechselt. Das hat es schon etwas angenehmer gemacht. Bevor wir aber in eine Bar weiterziehen konnten, musste ich trotzdem erstmal im Hotel duschen.

Genialer Abend in Leipzig! Felsenkeller Leipzig. <3