Letzten Donnerstag ging es für uns von Bayern aus nach Trier. Wir sind schon einen Tag vor dem Konzert angereist. Am Freitag ging es dann zum Konzert. Vom Parkdeck des benachbarten Baumarkts, hatte man bereits einen guten Blick auf die Bühne. Vor dem Konzert mussten wir noch ein Ticket umtauschen, da es sich um ein Stehplatz Ticket handelte. Die anderen von uns hatten schon feste Sitzplätze. Das sorgte dafür, dass wir getrennt sitzen mussten. Naja, nicht weiter tragisch. Wenn man so viel zusammen unterwegs ist, ist eine zweistündige Trennung auch mal ganz angenehm. 😉 Das Team vor Ort am Einlass war sehr nett. Die 3-G Regel hat hier in Rheinland-Pfalz keinen interessiert also konnten wir uns das Vorzeigen der CovPass App diesmal sparen.

Wir sind direkt zu unseren Plätzen und haben uns mit Getränken eingedeckt. Jede Veranstaltung hat ihr eigenes Bier – mehr oder weniger regionales aus der Region. Sehr interessant! Diesen Sommer haben wir schon so viele Biersorten während der Tocotronic Konzerte trinken können.

Fast pünktlich ging das Konzert los. Es war noch hell draußen und vom Wetter her war es ein wundervoller Sommerabend. Die Band war gut gelaunt. Es ist immer interessant, die anderen Fans vor Ort kennenzulernen und mit ihnen zu sprechen. Jeder hat bei der chronologischen Abfolge der Songs diesen „Ab hier wurde ich Fan“-Moment. Ist eine gute Idee der Band gewesen bei dieser Tour die Songs chronologisch zu spielen und nicht durchgemixt!

Die Mundharmonika war heute etwas eigenwillig bei „Sie wollen uns erzählen“. Aber Rick ist da Profi genug, um das nach drei Tönen in den Griff bekommen zu haben. Ziemlich cool, wie er Mundharmonika und Gitarre zur gleichen Zeit spielt! In der Raucherecke gab es so eine Art „Grauzone“. Es wurde ein bisschen neben den Sitzplätzen getanzt. War aber vollkommen okay und regelkonform, denn der Abstand wurde eingehalten. Bei den Songs ist es sehr schwer ruhig sitzen zu bleiben. Besonders bei „Jenseits des Kanals“ und „Das Geschenk“. Das ist so eine großartige Konzertstelle!

Nach dem Konzert haben wir uns noch mit einigen Fans unterhalten. Fast alle haben einen Merchandising Stand vermisst. War bei den anderen Konzerten auch schon so. Wahrscheinlich ist das mit den Genehmigungen in diesem Jahr schwieriger gewesen. Auch wenn es keine neuen Shirts für die Sammlung gab, waren sich alle einige, dass es ein tolles Konzert war!

Am Freitag ging es für uns von Hamburg nach Rostock. Die Umgebung vom M.A.U. Club beeindruckte uns direkt. Das Gelände lag direkt am Hafen. Neben der Bühne fuhren Segelschiffe vorbei. Schon ziemlich cool!

Vor Tocotronic waren Tomken, die Gruppe König und Brother Grimm an der Reihe. Tomken haben wir leider verpasst, da wir zu spät ankamen. Die beiden anderen Bands haben uns ganz gut gefallen. Wir kannten beide vorher nicht. Die Gruppe König hat uns persönlich etwas besser gefallen – mehr Punkrock!

Eigentlich sollten Tocotronic erst um 20:55 Uhr auftreten, sie kamen aber schon um 20:45 Uhr auf die Bühne. Dirk begrüßte das Publikum und wollte loslegen, aber seine Gitarre war nicht zu hören. Stromausfall! Mittlerweile war es auch leicht am regnen. Während die Crew sich schnell um ein paar Verlängerungskabel kümmerte, meinte Jan „Weil wir so überpünktlich waren… Streber bestraft das Leben“. Zum Glück hielt die Strafe nicht lange an. Nach ein paar Minuten begrüßte Dirk uns nochmal und die Band legte mit „Freiburg“ los.

Das Hygienekonzept in Rostock (Mecklenburg-Vorpommern) war äußerst Konzertfreundlich! Kontaktdatenverfolgung, 3G-Nachweis, Maske an der Bar und der Abstand sollte eingehalten werden. Das war das erste komplette Steh-Konzert seit Corona und die Besucheranzahl war auch nicht so stark begrenzt. Für die Stimmung war das fantastisch! Magdeburg war schon geil, aber Rostock war noch viel besser. Je weniger Regeln, desto cooler die Konzerte. Ist einfach so. Da hat es uns auch kaum gestört, dass der Regen während des Konzerts immer heftiger wurde.

Tocotronic spielten sich wieder durch ihre Diskografie. Das Konzert wurde von einem Kamerateam aufgenommen evtl. kommt da noch eine Veröffentlichung? Auf den Eintrittskarten stand auch, dass man sich mit der Aufnahme einverstanden erklärt. Wir dürfen also gespannt sein was da noch kommt.

Gegen Ende spielte die Band wieder „Neues vom Trickser“. Wir müssen sagen, dass uns dieser Song immer besser gefällt. Auf dem Album gehörte der Song nicht unbedingt zu unseren Lieblingssongs, aber Live gegen Ende der Konzerte passt der sehr gut.

Beim Verlassen des Konzerts waren wir pro Person ca. 5kg schwerer – so voller Wasser hatte sich unsere Kleidung gesaugt. Nichts war mehr trocken, aber für diese geniale Party hat sich die Regendusche gelohnt. Das Konzert war wirklich nah an den Konzerten vor Corona.

Vorgestern ging es für uns von Bayern nach Hamburg. Erstmal nicht um Tocotronic zu sehen. Oder sagen wir 1/4 von Tocotronic wollten wir sehen. Nämlich Rick McPhail zusammen mit seinen Bandkollegen Frehn Hawel. Das Duo Hawel/McPhail hat gestern im Molotow Backyard in Hamburg gespielt.

Der Einlass war unkompliziert. Sehr freundliches Personal hat sich um alles gekümmert und geschaut, dass die vorgegebenen Hygiene-Maßnahmen eingehalten werden.

Zuerst spielte die Band Dunya als Support. Während sie spielten, kümmerten sich Frehn und Rick um ihren Merchandise-Stand. Es gab die LP und ein T-Shirt von Hawel/McPhail zu kaufen. Die LPs wurden von beiden direkt signiert und Rick persönlich kümmerte sich um die richtige Größe der Shirts. Alle zwei machten sich auch als Verkäufer sehr gut. 😉

Um 20:15 Uhr waren dann Hawel/McPhail als Band an der Reihe. Frehn und Rick präsentierten sich in schicken blauen Hemden. Sogar ihr Name stand auf dem Hemd, damit man die beiden nicht verwechselte. Nach kurzen Anlaufschwierigkeiten seitens der Technik, konnten wir dann den satten Gitarren und Drum Sound genießen.

Richtig geiler Garage-Rock. Klingt live noch um einiges besser als auf Platte. Hawel/McPhail spielten die Hits ihrer ersten LP „Transmissions from the Upper Room“. Rick machte auch am Schlagzeug eine richtig gute Figur. Als Toco-Fan ist das natürlich etwas ungewohnt.

Leider galt wegen Corona ein „Tanzverbot“. Zu diesen Sound hätte man perfekt vor der Bühne rumspringen können, aber das war leider nicht erlaubt. Wir hoffen, die beiden geben nach der Pandemie noch einige Konzerte, damit wir das nachholen können.

Nach etwa einer Stunde war die Show von Hawel/McPhail leider schon vorbei. Wir hätten dem Duo noch stundenlang zuhören können. Man merkt, dass es zwei geborene Rockstars sind, die Musik leben und lieben. Hat wirklich Spaß gemacht den beiden zuzuschauen und ihre Musik zu hören.

LP Transmissions from the Upper Room von Hawel/McPhail kaufen

Wir bleiben jetzt noch in Hamburg und am Freitag geht es für uns dann zum X&Pop Festival zu Tocotronic nach Rostock.

Gestern ging es von Düsseldorf nach Kassel. Die Autofahrt war relativ entspannt und in etwas über zwei Stunden erledigt. Auf dem Weg war der Himmel ziemlich stark bewölkt. Wir rechneten mit Regen für das Konzert heute Abend.

Glücklicherweise hatte sich unsere Einschätzung zum Wetter nicht bewahrheitet. Um 16 Uhr begann der Einlass zum Konzert. Wir waren erst gegen 17 Uhr dort. Wie gestern auch, wurden wir neben den Tickets nach der CovPass App oder einen anderen Nachweis gefragt. Die Plätze waren alle gut beschriftet und es gab keine Probleme beim Suchen. Die Veranstalter vom Kulturzelt, hatten die Probleme mit den Tickets glücklicherweise eine Woche vorher online geklärt. Unsere Tickets zum Beispiel hatten im Vorverkauf freie Platzwahl, musste dann aber kurz vor dem Konzert in feste Sitzplätze umgewandelt werden. Eine Woche vorher war zwar sehr kurzfristig, aber immerhin ist es vorher passiert, sodass es vor Ort keine Schwierigkeiten mehr gab.

In Kassel handelte es sich um ein sogenanntes „Picknick“-Konzert. Das heißt vier Leute waren auf einer Wiese in einem 2×2 Meter Quadrat. Die einzelne Quadrate waren mit Abstand voneinander getrennt. Sah komisch aus, fühlte sich komisch an…. und als Tocotronic auf die Bühne kamen, macht Dirk sich auch direkt in seiner charmanten Art über den Anblick lustig. Es fühlt sich wirklich albern an in so einen Quadrat „gefangen“ zu sein, aber wegen den ganzen Regeln mussten wir es hinnehmen.

Die Bühne war diesmal deutlich größer und die Technik sah hochwertiger aus. Was sich auch am Sound bemerkbar machte. Der erste Song „Freiburg“ klang deutlich besser, als gestern in Düsseldorf. Von der Lichtshow hat man heute allerdings nicht so viel gesehen, da die Sonne direkt auf die Bühne schien. Das Publikum stand mit dem Rücken zur Sonne und es fühlte sich für uns schon richtig heiß an. Auf der Bühne in der direkten Sonne muss es noch um einiges heißer gewesen sein für die Vier und sie mussten die ganze Zeit in die Sonne blicken. Rick hatte das auf seine coole gelassene Art im Griff und spielte heute einfach mit Sonnenbrille. Jan setzte seine Sonnenbrille nach dem ersten Stück ab und spielte das restliche Konzert fast immer mit geschlossenen Augen.

Die Jungs von Tocotronic nahmen uns wieder mit auf ihre Zeitreise. Diesmal war das Publikum direkt viel aktiver als gestern. Fast alle standen schon beim ersten Song auf und tanzten in ihren Quadraten. Auch Dirk war heute gesprächiger und erzählte zwischen den Songs etwas mehr.

Das Konzert hat richtig viel Spaß gemacht. Wir haben einige nette Leute aus Kassel kennengelernt. Die meisten kannten Tocotronic schon in ihrer Jugend und konnten jetzt nochmal die ganzen alten Songs aus dieser Zeit live erleben. Die Setlist war wieder wie gestern in Düsseldorf. Falls ihr sie euch anschauen möchtet, findet ihr sie im Düsseldorf Beitrag.

Für eine Sache möchten wir uns wirklich bei Tocotronic bedanken. Sie folgen nicht dem aktuellen „Zeigt eure Masken“-Trend. Wer Videos von anderen aktuellen Konzerten kennt, weiß das Musker*innen aktuell oft dazu aufrufen und das Publikum dann wild mit den Masken wedelt. DANKE, dass uns das auf Tocotronic Konzerten erspart bleibt.

Um kurz vor 20 Uhr war das Konzert dann vorbei. Aus Lärmschutzgründen musste das Konzert bereits um 18 Uhr beginnen und spätestens um 20 Uhr beendet werden. Lärm in Kassel, damit kennen sich Tocotronic doch aus. Bei der Unendlichkeit-Tour 2018 spielten Tocotronic gegen den Lärm der benachbarten Kirmes an. Heute war es drumherum zum Glück ruhig und sie konnten ihre Show perfekt mit dem Song „Letztes Jahr im Sommer“ beenden.

Heute geht es weiter nach Magdeburg. Danach steht erstmal eine kleine Pause an, bis es dann in Rostock weiter geht.